Händel: Brockes-Passion



Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erlebte die Passionsdichtung „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ des Ratsherrn Heinrich Brockes eine große Blüte. Fast zeitgleich arbeiteten Reinhard Keiser, Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und Johann Mattheson an Vertonungen des Textes.

Händels Vertonung stand vermutlich in direktem Zusammenhang mit einer Bewerbung von London nach Hamburg an die Oper am Gänsemarkt.
 Johann Sebastian Bach erachtete das Notenmaterial Händels für so wertvoll, dass er selbst die ersten 47 Seiten der Partitur abschrieb und dann seinen Kopisten weiter schreiben ließ. Ob Bach es tatsächlich in Leipzig aufführen konnte, ist nicht belegt, wohl aber, dass er an verschiedenen Textstellen Umarbeitungen vornahm.

Die Dichtung Heinrich Brockes greift literarisch tief in die biblischen Textes ein, übersteigert an vielen Stellen die biblische Dramatik und schafft damit ein wichtiges Zeitzeugnis barocker Dichtung.

Es musizieren der Motettenchor Pforzheim, das Collegium Musicum, Kirsten Drope/Sopran, Pauline Stöhr/Alt, Rüdiger Linn/Tenor, Bernhard Hartmann/Bass.
Leitung: Kord Michaelis

Karten gibt es in unserem Reservix-Webshop, bei allen Chormitgliedern und an der Abendkasse.

Fr 30.3.
20:00 ‐ 22:00 Uhr
Altstadtkirche Motettenchor Pforzheim