Johann Sebastian Bach: Messe in h-Moll

Mit der Aufführung der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach hören wir Bachs Credo, das er in seiner letzten Lebensphase zusammenfasste. Kompositorisch ist jede einzelne Note in diesem Gesamtwerk wohl gesetzt, überlegt, hat ihren eigenen Platz und ihre Bedeutung bekommen. Jeder einzelne Zusammenhang theologischer und kompositorischer Art fußt auf den Erfahrungen eines zeitlosen musikalischen Genies. Bei der näheren Beschäftigung mit diesem Werk, entdeckt man überall Bachs Antworten auf die Frage „Was glaubst Du?“ und man lässt sich begeistert dazu hinreissen, Bachs Antworten zu folgen, weil sie klug und schlüssig sind und so atemberaubend schön klingen.
Bei der Auswahl der einzelnen Sätze wählt Bach eines seiner frühen Stücke als Grundstein aus, der symbolträchtiger nicht sein könnte: das „Sanctus“. Es ist ein großartiges Abbild der damals allgemein bekannten und seit dem 4. Jahrhundert verbreiteten „Engelsordnungen“, die in verschiedenen Hierarchien dafür Sorge tragen, dass der Kontakt des Menschen zu seinem Gott gut geregelt ist und ungestört verlaufen kann. Welch großartige Grundidee, die der junge Bach in kompositorisch ausgefeilter Form dort in Klang umsetzt!

Musik als Abbild des Himmlischen wird uns auch in der Einführungsveranstaltung zur h-moll Messe am Sonntag, 29. Oktober, um 11.30 Uhr in der Stadtkirche beschäftigen.

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29.10.
17:00 ‐ 18:30 Uhr
Evang. Stadtkirche Pforzheim
Motettenchor Pforzheim