Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge und Ein deutsches Requiem

"Seit Bachs h-Moll Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms´ Deutsches Requiem zu stellen vermag!" So urteilt der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslik über die Uraufführung des neuen Werkes am Karfreitag des Jahres 1868 im Dom zu Bremen. Dieses erste Urteil ist nie in Frage gestellt worden. Was ist das Besondere, das das Werk von Anbeginn neben Bach und Beethoven stellt? Neben der herausragenden musikalischen Qualität der Komposition ist es der bis dorthin einzigartige Ansatz, ein Requiem zum Trost für Trauendernde zu schreiben und aus der traditionellen lateinischen Messvertonung heraus zu lösen. Brahms wählt Bibeltexte in deutscher Sprache aus, die ihm persöhnlich für die eigene Trauerarbeit wichtig sind - dieses Vorgehen verleiht dem Werk bis heute eine Subjektivität, die einzigartig ist. Mehr als 20 Jahre später schrieb Brahms mit seinen Vier Ernsten Gesängen wiederum eine Trauermusik. Diesmal in einer Liedform, die wie ein Extrakt persönlich verkrafteter Verluste erscheint und seinem Spätwerk einen Schlusspunkt setzt.

Gesangssolisten sind Rainer Weiss/Bariton, Katrin Müller/Sopran, es spielen das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim und das Bachorchester Pforzheim in erweiterter Besetzung. Die Leitung hat Heike Hastedt.

Informationen zum Kartenverkauf erhalten Sie unter www.oratorienchor-pforzheim.de

                                 

26.11.
16:00 ‐ 18:30 Uhr
Evang. Stadtkirche Pforzheim
BachorchesterJugendkantorei PforzheimMotettenchor PforzheimOratorienchor Pforzheim